Futterverwertung - Pansenazidose 

Welcher Milchproduzent kennt das nicht?

 

  • Kraftfutterreste, die im Mist sichtbar sind
  • Dünner Kot, mit Luftbläschen und unverdauten Futterresten
  • Ein zu tiefer Milchfettgehalt im Vergleich zum Milcheiweiss, möglicherweise noch mit hohen Zellzahlen und Klauengeschwüren kombiniert
     

 

All diese Symptome deuten auf eine chronische Pansenazidose (Übersäuerung) hin: Der Pansen-pH ist tief, die Pansenzotten werden angegriffen und teilweise zerstört, die Gesamtoberfläche des Pansens verringert sich, die Mineral- und Nährstoffe werden schlechter aufgenommen. Die Ursachen dafür sind in der Fütterung zu suchen. Zucker- und kraftfutterreiche Rationen, wenig physikalische Struktur im Grundfutter und Fremdsäuren aus Silagen lassen den Pansen-pH absinken. Enthält die Ration viel Kraftfutter, werden celluloseabbauende Bakterien zusehends verdrängt und durch stärkeabbauende Bakterien und andere, säuretolerantere Mikroben ersetzt. Das Milchproduktionspotenzial aus dem Grundfutter kann so kaum mehr ausgenützt werden, denn die Grundfutterverwertung ist mangelhaft.

 

Mit steigender Milchleistung und dem damit verbundenen Einsatz von stärke- und zuckerreichen Futtermitteln verschärfen sich diese Probleme. In der Schweiz leiden deshalb viele Kühe an einer chronischen (subakuten) Pansenazidose, was vermieden werden könnte. Speichel ist ein natürlicher Puffer der Milchkuh. Die Abgabe (Einspeichelung) wird durch die physikalische Struktur (nicht zu verwechseln mit Rohfasern) des Futters angeregt. Dem Futter können auch Puffersubstanzen zugegeben werden. Dabei ist aber eine optimale Zusammensetzung mit schnell und langsam wirkenden Puffersubstanzen zentral, um eine gute Pansenpufferung über den gesamten Tagesverlauf zu erreichen.

Bei fast allen Grundfutterrationen, auch der silofreien Fütterung, empfiehlt sich der Einsatz des Pansenstabilisators MULTIPLEX. Für konventionelle Betriebe empfiehlt sich der Einsatz von MULTIPLEX PP mit chemischer Langzeit-Pufferung und Lebendhefen, oder für Bio-Betriebe das Parallel-Produkt MULTIPLEX LC. Bei erhöhten Ansprüchen, z.B. in den heissen Sommermonaten, wird mit MULTIPLEX PP PLUS eine optimale Wirkung erreicht. Mit diesen Produkten kann die bestmögliche Ausnützung des kostengünstigen Grundfutters erreicht werden.

Maiskörne und schlecht verdaute Rohfasern im ausgewaschenen Mist:
Ein mögliches Anzeichen einer Pansenazidose

Wirkungsdauer von MULTIPLEX PP im Vergleich zu Natriumbicarbonat